Hand- und Klappsägen
Ohne Motor und ohne Kabel kommen Hand- und Klappsägen dort zum Einsatz, wo sich das Verlegen von Strom nicht lohnt oder wo ein paar Schnitte genügen. Sie unterscheiden sich vor allem in der Zahnzahl je Zoll: eine grobe Verzahnung greift schnell in nassem Holz und in Ästen, eine feine liefert einen sauberen Schnitt in trockenem Holz. Die Klappausführung legt das Blatt in den Griff und sichert es mit einer Arretierung, sodass die Säge in den Rucksack passt. Eine eigene Gruppe bilden japanische Sägen, die auf Zug schneiden.
Hand- und Klappsägen
Eine Handsäge kommt mit Muskelkraft aus und arbeitet daher ohne Strom, ohne Laden und fast ohne Lärm. Sie eignet sich für gelegentliche Schnitte, für die Arbeit im Gelände und überall dort, wo eine Kreissäge unnötig groß ist. Die Grundeinteilung verläuft zwischen Sägen für Holz, für Metall und für Gipskarton, denn jedes Material braucht eine andere Verzahnung.
Wie eine Säge schneidet, entscheidet die Zahnzahl je Zoll, angegeben als TPI. Werte um 7 bis 9 TPI stehen für eine grobe Verzahnung, die in nassem Holz, in Ästen und in weichen Materialien schnell greift. Ab 11 TPI geht es um einen feineren Schnitt, der zu trockenem Holz, zu Sperrholz und zu sauberen Abschlüssen passt. Über 20 TPI landet man bei Blättern für Metall und Kunststoff, wo ein grober Zahn das Material ausreißen würde. Gehärtete Zähne halten deutlich länger, lassen sich aber nicht schärfen, deshalb wird das Blatt nach dem Verschleiß getauscht.
Europäische Sägen schneiden auf Druck von sich weg, während japanische Sägen auf Zug zum Körper hin greifen. Der Zug spannt das Blatt, statt es zu stauchen, deshalb kann es dünner und die Schnittfuge schmaler sein. Weniger Materialabtrag bedeutet weniger Kraft und eine genauere Führung, was bei feiner Arbeit hilft. Die Ryoba hat auf jeder Seite eine andere Verzahnung, die Kataba nur eine und die Dozuki einen verstärkten Rücken für sehr genaue Schnitte. Nachteilig ist das sprödere Blatt, das bei schlechter Führung leicht bricht.
Die Blattlänge liegt etwa zwischen 150 und 500 Millimetern und bestimmt, wie starkes Material die Säge schafft. Kurze Blätter bieten mehr Kontrolle an engen Stellen, lange beschleunigen die Arbeit an breitem Material. Bei Klappsägen klappt das Blatt in den Griff und wird von einer Arretierung gehalten, die es auch in Arbeitsstellung sichert.
Ein Griff aus Zweikomponentenkunststoff mit Gummieinlagen dämpft Stöße besser als blankes Holz. Die Säge sollte nach der Arbeit trocken gewischt werden, denn Feuchtigkeit auf dem Blatt führt zu Korrosion. Die Zähne schützt eine Schutzabdeckung oder eine Hülle, die zugleich Schnittverletzungen beim Tragen verhindert.