Pumpen

Das Angebot reicht von der Vierzehn-Watt-Umwälzpumpe mit zwölf Volt bis zur Pumpe mit zweitausendzweihundert Watt, die tausend Liter pro Minute liefert. Über die Wahl entscheidet nicht die Leistungsaufnahme, sondern die Flüssigkeit, denn klares Wasser, trübes Wasser, Diesel und Spritzbrühe verlangen jeweils eine andere Pumpe. Die Tauchpumpe liegt direkt in der Flüssigkeit, die selbstansaugende steht außerhalb und muss sie erst heraufholen. Und vierundzwanzig Volt auf dem Typenschild sind die Spannung der Pumpe und nicht der Steckdose, denn das Netzteil liegt meist bei.
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Pumpen

Die Kategorie hält drei Gruppen zusammen, die sich stärker unterscheiden, als der gemeinsame Name vermuten lässt. Schmutzwasser- und Drainagepumpen sind Tauchpumpen, laufen am Netz, nehmen zwischen dreihundertzwanzig und zweitausendzweihundert Watt auf, und die stärkste liefert tausend Liter pro Minute. Membran- und Sprühpumpen arbeiten mit zwölf Volt, stehen außerhalb der Flüssigkeit und saugen sie sich selbst an. Die dritte Gruppe bilden kleine Umwälzpumpen mit zwölf und vierundzwanzig Volt, bürstenlosem Motor, vierzehn oder sechsundzwanzig Watt Aufnahme und siebenhundert bis achthundert Litern pro Stunde, was gut dreizehn Liter pro Minute sind.

Die erste Frage ist nicht, wie viel die Pumpe liefert, sondern was durch sie fließt, denn die Flüssigkeit entscheidet vor der Leistung. Klares Wasser, trübes Wasser mit Sand, Diesel und Spritzbrühe verlangen ein anderes Laufrad, andere Dichtungen und andere Werkstoffe. Im Angebot sieht man das direkt, denn von den kleinen Zwölf-Volt-Pumpen ist nur eine für Diesel bestimmt und hat es in der Beschreibung stehen. Bei den übrigen verspricht die Beschreibung das nicht, sie sind also nichts für Kraftstoff, so gleich sie auch aussehen.

Die zweite Frage ist, wo die Pumpe stehen wird, und die Antwort teilt das Angebot in zwei Hälften. Die Tauchpumpe hat keine Saugseite, denn sie liegt direkt in der Flüssigkeit und drückt sie nur nach oben. Die selbstansaugende steht außerhalb und muss sie erst heraufholen, was ihr der Luftdruck höchstens bis zehn Meter erlaubt und in der Praxis eher bis sechs oder acht. Deshalb kommt in den überfluteten Keller eine Tauchpumpe und an die Regentonne eine selbstansaugende.

Das Dritte ist die Spannung, und die wird oft falsch gelesen, denn die Zahl auf dem Typenschild gehört der Pumpe und nicht der Steckdose. Der Vierundzwanzig-Volt-Umwälzpumpe liegt ein Netzteil bei, du steckst sie also in die Steckdose, sie selbst läuft aber mit vierundzwanzig Volt Gleichspannung und ebenso gut am Akku. Zwölf und vierundzwanzig Volt lassen sich dabei nicht tauschen, denn die Vierundzwanzig-Volt-Pumpe läuft an zwölf Volt etwa halb so schnell und springt oft gar nicht an. Der umgekehrte Tausch ist schlimmer, denn der Zwölf-Volt-Motor überdreht an vierundzwanzig Volt und die Wicklungsisolierung hält das nicht aus.

Die kleinen Pumpen haben alle Schutzart IP68, nur sagt IP68 allein nicht, wie tief. Die Acht ist in der Norm IEC 60529 die einzige Stufe, bei der Tiefe und Dauer des Eintauchens der Hersteller festlegt, und die Norm verlangt nur, dass sie strenger sind als bei IP67, es also um mehr als einen Meter geht. Bevor du die Pumpe auf den Grund eines tiefen Behälters lässt, such deshalb in ihrer Beschreibung die konkrete Tiefe, denn zwei Pumpen mit demselben IP68 können sich um Meter unterscheiden.