Schlauchboote
In dieser Kategorie liegen die Boote selbst, vom kleinen Ruderboot bis zum Motorboot. Die erste Aufteilung ist das RIB mit festem Boden gegenüber dem vollständig aufblasbaren, das sich in den Sack rollen lässt. Die Zahl der Kammern ist eine Sicherheitsangabe, denn fällt eine aus, halten die übrigen das Boot oben. Und vom Spiegel hängt ab, ob ein Motor daran passt und welche Schaftlänge dazu gehört.
Schlauchboote
In dieser Kategorie liegen die Boote selbst, vom kleinen Ruderboot bis zum Motorboot, während Motoren, Pumpen und Elektronik in der übergeordneten Kategorie stehen. Ein Schlauchboot unterscheidet sich vom festen Boot dadurch, dass der Schlauch seine Form über den Druck hält und nicht über das Material, und genau deshalb rollt es sich in einen Sack und fährt im Kofferraum mit. Der Kiel unter dem Boden ist entweder flach oder als V aufblasbar, und das Zweite hält die Spur besser und kommt früher ins Gleiten. Packmaß und Gewicht wiegen schwerer, als du denkst, denn zum Wasser trägst du das Boot meist allein.
Die erste Aufteilung lautet RIB oder faltbares Schlauchboot. Das RIB hat einen festen Boden aus Laminat, Aluminium oder Verbundwerkstoff, an den seitlich die aufblasbaren Schläuche anschließen, es läuft also schneller und trägt mehr, lässt sich aber nicht zusammenlegen. Das faltbare Schlauchboot ist vollständig aufblasbar und rollt sich nach dem Ablassen in einen Sack, worin sein ganzer Reiz liegt. Den Unterschied merkst du auch auf dem Wasser, denn ein fester Boden hält seine Form auch in Wellen, während ein weicher sich durchbiegt und einen Teil der Motorkraft schluckt.
Das Zweite ist die Zahl der Kammern, und die ist rein sicherheitstechnisch. Die Norm ISO 6185 nimmt Boote, deren Schlauch aus einer einzigen Luftkammer besteht, von ihrem Anwendungsbereich aus, ein ernst gemeintes Boot hat also immer mehrere. Fällt eine Kammer aus, halten die übrigen das Boot oben und du hast Zeit, ans Ufer zu kommen. Kiel und aufblasbarer Boden sind zudem oft eigene Kammern, die in der Gesamtzahl mal mitgezählt werden und mal nicht, sieh also auch nach, wie viele auf den Schlauch selbst entfallen.
Das Dritte ist der Spiegel, also die Platte am Heck, an die der Motor gehängt wird. Ohne ihn bleibt das Boot ein Ruderboot, mit ihm wird es zum Motorboot, und er besteht aus Sperrholz oder Aluminium. Seine Höhe muss zur Schaftlänge des Motors passen, denn ein kurzer Schaft an einem hohen Spiegel zieht Luft, ein langer an einem niedrigen bremst unnötig. Bei faltbaren Schlauchbooten ist der Spiegel oft abnehmbar, das verkleinert den Sack, kostet beim Aufbau aber einen Arbeitsschritt.
Das Letzte ist die Gewebeangabe, und hier geraten die Zahlen durcheinander. Denier ist die Masse von neuntausend Metern Garn in Gramm, Decitex die von zehntausend, elfhundert D und elfhundert dtex sind also nicht dasselbe, auch wenn sie in Beschreibungen abwechselnd auftauchen. In der Praxis sind elfhundert dtex und neun Zehntel Millimeter der übliche Standard für Freizeitboote, während zweitausend dtex und ein Komma zwei Millimeter dort verbaut werden, wo das Boot beruflich fährt.