Akkus für E-Bikes
Der Akku liefert am E-Bike die gesamte Reichweite, deshalb wird er nach der Systemspannung und nach dem Stecker ausgesucht, nicht nach dem Preis pro Amperestunde. Der wirkliche Energievorrat ergibt sich erst aus den Wattstunden, also aus Spannung mal Kapazität, und 48 V mit 31,5 Ah ergeben 1512 Wh. Geladen wird nur mit dem beiliegenden Ladegerät, auf nicht brennbarem Untergrund und nie unter null Grad. Über den Winter wird der Akku etwa halb geladen gelagert, nicht auf null entladen.
Akkus für E-Bikes
Der Akku ist am E-Bike das teuerste Teil und zugleich das, was darüber entscheidet, wie weit du kommst. Die Kategorie umfasst Rahmen- und Gepäckträgerakkus, Sets in der Tasche sowie Gehäuse vom Typ Hailong mit Zellen 18650 und 21700, meist samt Ladegerät im Paket. Am häufigsten verkaufen sich die Spannungen 36 V und 48 V, weil darauf die Umbausätze mit Bafang-Motoren ausgelegt sind. Den alten Akku wirf nicht in den Hausmüll, er gehört zu einer Sammelstelle, die verbrauchte Zellen annimmt.
Als Erstes müssen Spannung und Stecker passen, denn ein 36V-Akku bringt an einem 48V-Controller das Rad nicht in Gang und umgekehrt brennt er ihn durch. Der Stecker ist meist T-Plug, XT60 oder Anderson, und zwischen den Typen kommt man ohne Löten nicht hin und her. Ein Akku im Hailong-Gehäuse braucht am Rahmen eine Schiene mit dem richtigen Lochabstand, der Taschenakku dagegen wird mit Gurten fast überall festgezurrt. Beim Umbau auf Bafang BBS02 oder BBSHD prüfe, wie viel Ampere der Controller zieht, damit der Akku das trägt.
Die Reichweite rechnet man nicht aus Amperestunden, sondern aus Wattstunden, also aus der Spannung mal der Kapazität. Ein Akku mit 36 V und 10 Ah hat 360 Wh, einer mit 48 V und 31,5 Ah dagegen 1512 Wh, also mehr als das Vierfache. Ein E-Bike verbraucht rund 10 bis 20 Wh pro Kilometer, je nach Gelände, Gewicht des Fahrers und wie viel man mittritt. Daraus ergibt sich, dass 360 Wh für 20 bis 35 Kilometer reichen, 1512 Wh dagegen für einen ganzen Tag.
Das Laden gehört auf nicht brennbaren Untergrund, in Sichtweite und aus dem Fluchtweg der Wohnung heraus. Nimm nur ein Ladegerät mit gleicher Spannung und gleichem Stecker, denn ein 48V-Ladegerät zerstört einen 36V-Akku in einer einzigen Nacht. Unter null Grad dürfen Lithiumzellen nicht geladen werden, innen setzt sich Metall ab und die Kapazität fällt unwiederbringlich. Einen Akku, der aufgebläht oder eingedellt ist oder riecht, lade gar nicht erst und bring ihn zur Sammelstelle.
Lagerung und Transport haben eigene Regeln, die sich von gewöhnlicher Elektronik unterscheiden. Über den Winter bleibt der Akku etwa halb geladen und trocken bei etwa zehn bis zwanzig Grad, denn auf null entladen ist er nach ein paar Monaten hin. Im Flugzeug dürfen Akkus über 160 Wh nicht einmal in die Kabine, und seit Januar 2026 gehen Sendungen höchstens zu dreißig Prozent geladen raus, ein neuer Akku kommt also fast leer an.