Ski- und Snowboardhelme
Der Schutz des Kopfes gehört auf der Piste ebenso selbstverständlich zur Ausrüstung wie Ski oder Snowboard. Ski- und Snowboardhelme unterscheiden sich in der Schalenkonstruktion, im Größenverstellsystem, in der Belüftung und in der Kompatibilität mit Skibrillen. Erhältlich sind leichte Modelle in In-Mold-Bauweise, robuste Helme mit harter ABS-Schale, Visierhelme, die eine Skibrille ersetzen, sowie Modelle mit Schutz vor Rotationskräften. Ergänzt werden sie durch Kindergrößen für die jüngsten Ski- und Snowboardfahrer.
Ski- und Snowboardhelme
Ein Helm dämpft den Aufprall bei einem Sturz oder einem Zusammenstoß mit einem anderen Skifahrer und schützt den Kopf zugleich vor Kälte und Wind. Bei der Auswahl sollte man deshalb darauf achten, dass er die europäische Norm EN 1077 erfüllt, die Anforderungen an Helme für alpines Skifahren und Snowboarden festlegt. Ski- und Snowboardhelme werden heute von Freizeitskifahrern und Snowboardern jeden Alters getragen.
Nach der Bauweise unterscheidet man drei Haupttypen. In-Mold-Helme haben eine dünne Polycarbonatschale, die mit einem Kern aus expandiertem Polystyrol (EPS) verschmolzen ist, und sind dadurch leicht und gut belüftet. Hartschalenhelme aus ABS sind widerstandsfähiger gegen Kratzer und kleinere Stöße, dafür etwas schwerer. Hybridmodelle kombinieren beide Technologien. Eine eigene Gruppe bilden Visierhelme, die mit ihrem integrierten Visier die Skibrille ersetzen, was auch Brillenträger zu schätzen wissen.
Immer häufiger findet man Modelle mit einem Schutzsystem gegen Rotationskräfte, zum Beispiel MIPS. Die innere Schicht verschiebt sich bei einem schrägen Aufprall leicht gegenüber der Schale und verringert so die Belastung des Gehirns. Für Komfort sorgen eine verstellbare Belüftung, die sich bei Frost schließen und beim Frühjahrsskifahren öffnen lässt, ein herausnehmbares und waschbares Innenfutter oder abnehmbare Ohrpolster. Manche Helme bieten in den Ohrpolstern Platz für Kopfhörer.
Die richtige Größe richtet sich nach dem Kopfumfang, der mit einem Maßband etwa einen Zentimeter über den Augenbrauen gemessen wird. Der Helm sollte fest sitzen und sich beim Kopfschütteln nicht bewegen, die Feinanpassung erfolgt über das Drehrad am Hinterkopf. Wichtig ist auch die Kompatibilität mit der Skibrille: Zwischen dem oberen Brillenrand und dem Helm sollte keine Lücke entstehen und das Brillenband sollte im hinteren Clip halten. Nach einem starken Aufprall sollte der Helm ausgetauscht werden, auch wenn keine Beschädigung sichtbar ist.