Öl- und Kraftstoffpumpen

Diesel aus dem Fass in den Tank umfüllen oder Altöl aus dem Motor holen geht auch von Hand, mit einer Pumpe ist es aber eine Sache von Minuten. Ölpumpen liefern einen bis vier Liter pro Minute, Tauchpumpen für Diesel dreißig bis sechzig, weil Öl zäh ist und davon nur wenig umgefüllt wird. Die Ersatzpumpe fürs Auto wird dagegen nicht im Durchfluss angegeben, sondern im Druck — beim einen Modell drei Bar, beim anderen vierzig PSI. Und Benzin gehört nur in eine Pumpe, die für Benzin zugelassen ist.
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Öl- und Kraftstoffpumpen

Die Handpumpe mit sechzig Zentimeter langem Schlauch, die Batteriepumpe für zwei D-Zellen oder sechs Mignonzellen, das Zwölf-Volt-Modell für die Zigarettenanzünderbuchse und die Netzpumpe für Diesel mit hundertfünfundfünfzig Watt tun im Kern dasselbe, nur jede unterschiedlich schnell. Dazu kommen Flüssigkeitsabsauger mit sechseinhalb oder fünfzehn Liter Behälter und Akku-Tauchpumpen, die du direkt ins Fass hängst. Die Stromquelle entscheidet, wo du arbeiten darfst: Mignonzellen und Akku laufen überall, zwölf Volt brauchen ein Auto und die Netzausführung eine Steckdose. Ein Teil der Modelle hat eine Zapfpistole mit automatischer Abschaltung, denn sobald der Flüssigkeitsstand die kleine Bohrung im Auslauf verschließt, schließt der Unterdruck im Inneren das Ventil und nichts läuft über.

Die erste Zahl, die einen Blick wert ist, ist der Durchfluss nach Flüssigkeit. Ölpumpen liefern hier einen bis vier Liter pro Minute, während Tauchpumpen für Diesel dreißig bis sechzig schaffen. Der Unterschied ist logisch, denn Öl ist zäh und beim Wechsel laufen ein paar Liter heraus, der Tank dagegen wird mit deutlich mehr gefüllt. Auch die Temperatur spielt mit, denn warmes Öl fließt schneller als kaltes, also lass den Motor vor dem Absaugen ein paar Minuten laufen.

Unter einem Namen werden dabei zwei verschiedene Dinge verkauft, und die Einheit in der Beschreibung verrät welches. Die Werkstatt-Umfüllpumpe wird in Litern pro Minute angegeben, das Ersatzteil fürs Auto dagegen im Druck, also drei Bar oder vierzig PSI. Ein Einspritzmotor braucht rund zwei bis dreieinhalb Bar, ein Vergasermotor etwa ein halbes Bar, das eine lässt sich also nicht durch das andere ersetzen. Wenn in den Daten Bar oder PSI stehen, siehst du ein Bauteil der Kraftstoffanlage vor dir und keine Fasspumpe.

Die wichtigste Zeile der ganzen Kategorie betrifft den Kraftstoff, denn Benzin gehört nur in eine Pumpe, die für Benzin zugelassen ist. Diesel hat nach der Norm EN 590 einen Flammpunkt über fünfundfünfzig Grad, Benzin dagegen bei etwa minus vierzig, seine Dämpfe entzünden sich also auch bei Frost. Die günstige Zwölf-Volt-Pumpe ist meist für Diesel, Petroleum und Wasser gedacht und hat keine Freigabe für Benzin, die Ausführung mit ATEX-Zertifizierung und funkenfreiem Motor hat sie dagegen. Lies deshalb das Typenschild, bevor du den Schlauch eintauchst, denn hier geht es nicht um Leistung, sondern um Entzündung.

Eine eigene Gruppe bilden die Absauger, bei denen der ganze Sinn darin liegt, dass der dünne Schlauch durch die Öffnung des Ölmessstabs nach unten geht und die Ablassschraube geschlossen bleibt. Die Handpumpe schafft dasselbe günstiger, nur musst du dabeistehen und pumpen, während der Absauger den Unterdruck von allein hält. Lass den Schlauch nach der Arbeit abtropfen und gib Altöl und Kraftstoffreste an einer Sammelstelle ab, denn in die Kanalisation und in den Mülleimer gehören sie nicht.