Reitsportbedarf
Sättel, Trensen, Sattelunterlagen, Decken, Helme, Rückenprotektoren und Reitschuhe und -stiefel. Reitsportbedarf teilt sich in das, was das Pferd trägt, und das, was Sie tragen — und bei beidem entscheidet, ob es passt. Wählen Sie nach der Disziplin und nach dem Maß des Pferdes, nicht nach dem Aussehen.
Reitsportbedarf
Ausrüstung fürs Reiten sind zwei Sätze, die zusammenhängen: einer liegt auf dem Pferd, der andere an Ihnen. Beide verbindet dasselbe — passt etwas nicht, zeigt sich das sofort. Ein schlecht sitzender Sattel quält das Pferd, und das teilt es über sein Verhalten mit; ein schlecht sitzender Helm verrutscht beim Sturz und greift nicht dort, wo er soll. Nehmen Sie das Maß ernster als die Farbe.
Sättel und Zäumung wählt man nach der Disziplin und nach dem konkreten Pferd. Der Sattel muss zur Widerristbreite und zur Rückenform passen, und die ändert sich mit der Zeit — ein Pferd in anderer Kondition braucht einen anderen Sattel oder zumindest eine andere Unterlage. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie den Sattel von einem Sattler vermessen; das ist billiger, als einen schmerzenden Rücken zu behandeln. Zum Sattel gehören Gurt, Steigbügel mit Riemen und Sattelunterlage, zur Zäumung Zügel und ein Gebiss in passender Größe.
Helm und Rückenprotektor sind persönliche Schutzausrüstung, kein Accessoire. Kaufen Sie nur einen Helm, der nach der geltenden Norm für Reithelme zertifiziert ist, mit einer Verstellung, die hält, und mit Dreipunktbefestigung. Nach jedem Sturz oder Schlag sondern Sie den Helm aus, auch wenn Sie nichts daran sehen — Schale und Einlage arbeiten einmalig, und der Schaden sitzt meist innen. Dasselbe gilt nach Ablauf der vom Hersteller angegebenen Lebensdauer.
Schuhe zum Reiten müssen einen Absatz haben. Das ist keine Optik: Der Absatz verhindert, dass der Fuß durch den Steigbügel rutscht, und genau das ist die häufigste Ursache fürs Mitschleifen. Schuhe mit glatter oder profilierter Sohle ohne Absatz gehören nicht in den Steigbügel. Dazu kommen Chaps, Handschuhe für sicheren Zügelgriff und Kleidung, die nirgends flattert.
Lederausrüstung reinigen und fetten Sie regelmäßig, Nähte und Riemen prüfen Sie vor jedem Ritt — es reißt immer das, was man nicht kontrolliert hat. Die Anweisungen des Herstellers und der Rat eines erfahrenen Trainers oder Sattlers haben Vorrang vor jeder allgemeinen Beschreibung. Ändert das Pferd beim Satteln sein Verhalten, geht es nicht um Ausbildung, sondern um die Ausrüstung oder um den Tierarzt.