Offroad-E-Bikes
Das Offroad-E-Bike ist auf unbefestigten Untergrund, auf Unebenheiten und auf steilere Abfahrten gebaut, nicht aufs Pendeln über Asphalt. Am Hang entscheiden Gewichtsverteilung und Reifengrip mehr als die Motorleistung. In der Europäischen Union gilt nur eine Maschine bis 250 W und 25 km/h als Fahrrad, stärkere gehören abseits öffentlicher Wege. Ein Helm mit der Kennzeichnung EN 1078 wird auf einen Aufprall bei etwa 20 km/h geprüft, für schnellere Maschinen such die Norm NTA 8776.
Offroad-E-Bikes
Das Offroad-E-Bike hilft bei Unebenheiten, auf unbefestigtem Untergrund und bei steileren Abfahrten, also dort, wo ein normales Rad auf dem Waldweg schon zu kurz kommt. Motor und Akku bringen gegenüber einem Rad ohne Antrieb zehn bis fünfzehn Kilo zusätzlich, und dieses Gewicht verhält sich im Gelände anders als in der Ebene. Die Abfahrt mit dem schwereren Rad läuft ruhiger, aber es anzuhalten und über ein Hindernis zu heben kostet deutlich mehr Kraft. Bevor du in den steilen Hang startest, fahre eine sanftere Strecke ab und finde heraus, wie das Rad in der Kurve und beim Bremsen reagiert.
Bei der Fahrt am Hang wandert das Gewicht nach hinten, sonst wird das Vorderrad belastet und die Maschine überschlägt sich. Halte in der Abfahrt die Fersen tief, die Ellenbogen vom Körper weg und bremse mit beiden Bremsen zugleich, denn die Vorderbremse allein führt auf losem Untergrund zum Sturz. Am steilen Anstieg hilft umgekehrt das Vorrücken, damit das Vorderrad nicht abhebt, auch wenn das Hinterrad dabei etwas Traktion verliert. Ein Motor in der Hinterradnabe erhöht die ungefederte Masse, deshalb springt das Heck auf Wurzeln stärker als bei einem Rad ohne Motor.
Grip auf unbefestigtem Untergrund entscheidet mehr als Leistung, denn ein durchdrehendes Rad zieht nirgendwohin. Niedrigerer Reifendruck verbreitert die Aufstandsfläche und bringt Grip, aber unter dem Wert auf der Reifenflanke rutscht der Reifen in der Kurve von der Felge. Ein blockiertes Rad lässt sich nicht lenken, auf Schotter und nassen Wurzeln wird also stotternd und früher gebremst, als es nötig scheint. Die Motorunterstützung kann am losen Anstieg das Hinterrad leer durchdrehen lassen, deshalb wird bergauf gleichmäßig zugegeben und nicht schlagartig.
In der Europäischen Union gilt nur eine Maschine bis 250 W und 25 km/h als Fahrrad, bei der der Motor nur beim Treten hilft. Stärkere Maschinen gehören weder auf die öffentliche Straße noch auf den Radweg, auch wenn das Gelände genau dorthin führt, wohin du mit ihnen möchtest. Die Zufahrt in den Wald, auf Feldwege und in Schutzgebiete regeln Vorschriften je nach Land und die Zustimmung des Grundeigentümers, nicht die Tatsache, dass das Rad das Gelände schafft. Es zählt die Dauernennleistung auf dem Motorschild, nicht das, was in der Anzeige steht.
Helm und Protektoren sind im Gelände nicht optional, denn ein Sturz vom steilen Hang hat eine andere Energie als ein Sturz auf der Straße. Der übliche Fahrradhelm trägt die Kennzeichnung EN 1078 und wird auf einen Aufprall bei etwa 20 km/h geprüft, während die Norm NTA 8776 für schnelle E-Bikes bis 45 km/h gedacht ist, auf einen Aufprall bei etwa 25 km/h prüft und einen größeren Teil des Kopfes abdeckt. Für Abfahrten kommen zusätzlich Fullface-Helm, Handschuhe und Knieschoner infrage, denn Hände und Knie bekommen es zuerst ab.