E-Motorräder

Das Elektromotorrad vom Typ Pitbike ist fürs Gelände, für ein geschlossenes Areal oder für Privatgrund gebaut, nicht für die Straße. Ohne Typgenehmigung lässt sich die Maschine nicht zulassen, sie darf also auch mit abgeschlossener Versicherung nicht auf öffentliche Wege. Pedale und eine Begrenzung auf 25 km/h machen aus einem Motorrad kein Fahrrad, es zählt die Dauernennleistung auf dem Schild. Für eine Maschine mit 3500 W reicht ein Fahrradhelm nicht, hier gehört ein Motorradhelm mit der Kennzeichnung ECE 22.06 her.

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E-Motorräder

Das Elektromotorrad in dieser Kategorie ist ein Pitbike, also eine kleine Geländemaschine mit Rädern von etwa zwölf bis neunzehn Zoll und einem Rahmen ohne Licht, Spiegel und Kennzeichenhalter. Die Leistung liegt meist um 3500 W, das sind rund fünf PS, und die drei Geschwindigkeitsstufen sind dazu da, die Maschine für einen Anfänger zu drosseln. Maße um 150 mal 98 mal 72 Zentimeter und über fünfzig Kilo Gewicht heißen, dass der Transport mit Anhänger oder Transporter läuft. Ein Spielzeug oder ein Kinderfahrzeug ist das nicht, auch wenn es von der Größe her so wirkt.

Ohne Typgenehmigung kommt die Maschine nicht ins Fahrzeugregister, weil es weder eine Übereinstimmungsbescheinigung noch eine erfasste Identifizierungsnummer dazu gibt. Auf die öffentliche Straße, auf den Radweg und in den Wald darf sie deshalb nicht, auch nicht mit abgeschlossener Versicherung. Die Straßenversion müsste in die Klasse L1e-B fallen, also bis 4 kW und 45 km/h, mit Typgenehmigung, Zulassung, Versicherung und Führerschein der Klasse AM. Über fünfundvierzig ist es bereits ein Motorrad der Klasse L3e, wo je nach Leistung A1, A2 oder A verlangt wird.

Dass die Maschine Pedale und eine Begrenzung auf 25 km/h hat, macht daraus kein Fahrrad. Fahrrad ist in der Europäischen Union nur eine Maschine bis 250 W Dauernennleistung, bei der der Motor nur beim Treten hilft. Das Modell mit 3500-W-Motor liegt vierzehnmal über dieser Grenze, es ist also ein Fahrzeug und kein Rad, selbst wenn es per Software auf fünfundzwanzig gedeckelt wird. Es zählt die auf dem Motorschild eingeprägte Dauernennleistung, nicht die im Display eingestellte Geschwindigkeit.

Die Reichweite ergibt sich aus Wattstunden, also aus der Spannung mal der Akkukapazität. Ein Akku mit 48 V und 23 Ah hat 1104 Wh, einer mit 60 V und 35 Ah hat 2100 Wh. Ein Elektromotorrad mit 3500 W verbraucht im Gelände rund 25 bis 40 Wh pro Kilometer, je nach Untergrund, Fahrergewicht und dem Anteil an Vollgas. Daraus ergeben sich etwa 28 bis 44 Kilometer beim kleineren Akku, nicht die beworbenen 50, und rund 53 bis 84 Kilometer beim größeren.

Für eine Maschine mit dieser Leistung reicht ein Fahrradhelm nicht, hier gehört ein Motorradhelm mit der Kennzeichnung ECE 22.06 her. Dazu Handschuhe, Knie- und Ellenbogenschoner und festes Schuhwerk über den Knöchel, denn ein Sturz im Gelände bei 3500 W hat eine andere Energie als ein Sturz vom Rad. Die Maschine bleibt außerhalb der Reichweite von Kindern und wird auf nicht brennbarem Untergrund unter Aufsicht geladen, wie jeder große Lithiumakku.